Expertenforum Arbeitsrecht (#EFAR)

Themen der arbeitsrechtlichen Blogosphäre

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Themen der arbeitsrechtlichen Blogosphäre

Dass viele Juristen auf Twitter aktiv sind, aber juristische Themen nicht unbedingt die Massen begeistern, ist bekannt. Umso erstaunlicher ist der Erfolg, den der Hashtag #JuraGIF zur Zeit auf Twitter feiert. In den Tweets mit dem Hashtag #JuraGIF berichten Jura-Studenten, Anwälte und andere Juristen über ihren Studien- bzw. Arbeitsalltag oder juristische Themen und hängen den Tweets animierte Bilder an, die das Geschriebene humorvoll untermalen.

Nach den Auswertungen auf „Tweet Binder“ gab es bereits gestern (21. Juni 2017) fast 2.000 Tweets mit dem Hashtag #JuraGIF, die von mehr als 600 Twitterern verfasst wurden. Diese Tweets konnten (potentiell) weit über 500.000 Nutzer erreichen. Und sie waren am 19. Juni sogar in den Twitter-Trends.

https://twitter.com/PostelGert/status/876906761055338498

Wie alles begann

Ausgangspunkt der #JuraGIF war die Überlegung von Benedikt Windau (@benedikt_windau), Richter und Betreiber des ZPO-Blog, einem Rat von @Snagit zu folgen und seine Tweets durch die Einbindung von GIFs zu verbessern.

Diesem Tweet hängte er weitere Tweets an, bei denen er Sätze aus der juristischen Fachsprache mit „passenden“ GIFs humorvoll darstellte. Diese Tweets waren zunächst allerdings nur mäßig erfolgreich, trafen aber auf einen begeisterten Follower: den #EFAR-Mitinitiator Professor Arnd Diringer. Er retweete die Bilder mit den von ihm gerne verwendeten drei „Weine-vor-Lache-Emojis“  – allerdings zunächst ebenfalls mit eher mäßigem Erfolg. Den Durchbruch brachten erst die Tweets von Stephan Dittl (@SDittl), Fachanwalt für Uerheber und Medienrecht bei Salger Rechtsanwälte.

Diese wurden wieder von Professor Diringer retweetet. Diesmal allerdings nicht nur mit den „Weine vor Lachen-Emojis“, sondern auch mit einem neu geschaffenen Hashtag: #JuraGIF.

Von Straf- und Arbeitsrechtlern

Nur wenig später wurde dieser Hashtag von dem Strafverteidiger Mirko Laudan (@Strafakte ) aufgegriffen.

Seinem Tweet folgten schnell viele andere, u.a. von Dr. Jannis Kamann (@Janniskamann), Fachanwalt für Arbeitsrechts bei michels.pmks, dessen #JuraGIF bis heute zu den „meist gelikten“ gehören.

Auch Nichtjuristen sind begeistert

Die Begeisterung in der „juristischen Szene“ führte schnell dazu, dass immer mehr Tweets mit dem Hashtag #JuraGIF auf Twitter kursierten. Und sie erheiterten nicht nur Juristen, sondern auch viele Nichtjuristen.

Mittlerweile hat #JuraGIF auch die Blogosphäre erreicht. So berichtet etwa die Anwaltliche Verrechnungsstelle (@AnwVS) auf ihrem Blog unter dem Titel „Wenn Anwäte über ihren Alltag zwitschern“ über die unter dem Hashtag veröffentlichten Tweets. Und auch Buzzdfeed.com griff das Thema auf und wies schnell auf 21 JuraGifs hin, die der User nicht versteht, wenn er kein Jurist sei

Ob auch andere Medien das Thema aufgreifen werden ist offen – wenn die Welle weiter schwappt aber durchaus wahrscheinlich.

Jedenfalls ist ein Ende des „Twitter-Hypes“ bisher nicht absehbar, wie schon ein erstes Update dieses Beitrages zeigt (s.u.) Und sicherlich werden auch Arbeitsrechtler weiter unter dem Hashtag #JuraGIF über Ihren Berufsalltag und das Recht im Allgemeinen zwitschern.

Initiatoren von #EFAR natürlich auch.

 

[Update, 24. Juni 2017]

Und jetzt noch die #latinEditon

Gerade in der Juristerei sind Ausdrücke und Redewendungen in lateinisch weit verbreitet. Diese Tatsache hat inzwischen zu einer Erweiterung des Hashtags #JuraGIF um die Kategorie unter dem Hashtag #latinEdition geführt, der sich ebenfalls größter Beliebtheit erfreut. Rechtsanwalt Carsten Stolter (Twitter: @RA_Stolter) und Rechtsanwalt Kim Manuel Künstner (Twitter: @kmk2108) waren die ersten Twitterer, die diesen neuen Kategoriezusatz auf Twitter einsetzten:

Es dauerte wiederum nicht lange und die Twittergemeinde schloss ich an, etwa:

https://twitter.com/weberpatent/status/878354723593535488

Irgendwann ist allerdings eine Hashtag-Initiative auch einmal zu Ende. Und wie unter Juristen/innen üblich, wird das natürlich ausdiskutiert unter Berücksichtigung der Tatsache, dass man „das Internet gewonnen habe“.